Interdisziplinäre Diplomarbeit mit dem Titel "Erarbeitung
zentraler Elemente des Landschaftsmarketing und Entwicklung eines Landschaftsmarketingkonzeptes
am Beispiel
Weinstraße Kraichgau- Stromberg“ an der Technischen Universität
Kaiserslautern der Fachbereiche „Ökologische Planung und Umweltverträglichkeitsprüfung“
und „Landschafts- und Grünordnungsplanung“
Landschaft ist etwas, das zwar immer vorhanden ist –
wenn auch in unterschiedlichster Form – aber nur selten als solche bewusst
wahrgenommen und wertgeschätzt wird. Vielen Menschen wird der Wert der
Landschaft für sie selbst erst bewusst, wenn diese beeinträchtigt
oder gar zerstört ist.
Dabei ist „landschaftliche Schönheit eine Ressource von lebenswichtiger
Bedeutung für den Menschen. Ohne Schönheit gäbe es keine Dichtung,
keine Musik, keine Malerei, keine Gärten. Keiner würde reisen, niemand
sich austauschen.“
(Hans Hermann Wöbse 2002)
Deshalb ist die Entwicklung des Instrumentes „Landschaftsmarketing“
ein Zeichen der Zeit. Mit diesem Instrument können die vielfältigen
Landschaften Deutschlands für Touristen und Einheimische in Wert gesetzt,
das Bewusstsein für diese unverwechselbaren Landschaften geschärft
und so zum Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung der Kulturlandschaften Deutschlands
beigetragen werden.
Warum ist Landschaftsmarketing ein neuer Ansatz im
Non-Profit-Marketing?
Bisher definieren sich die meisten Tourismusgebiete primär über ihre
Angebotsstruktur, während der Aspekt „Landschaft“ in den seltensten
Fällen mit eingebunden wird. Integriert wird die Landschaft nur, wenn sie
„offensichtlich“ ist („Urlaub am Meer“ oder „Urlaub
in den Bergen“), also wenn aufgrund der Landschaft das Urlaubsziel ausgesucht
wird.
In anderen Gegenden, in denen die Landschaft keine so dominierende Rolle einnimmt,
wird der Aspekt Landschaft als selbstverständlich hingenommen und nicht
als der eigenständige Gesichtspunkt vermarktet, der er eigentlich ist.
Untersuchungen zu diesem Thema haben jedoch ergeben, dass ein ausschlaggebender
Faktor bei der Entscheidung für oder gegen jede Ferienregion die Landschaft
ist. Soll die Landschaft inwert gesetzt werden, ist dabei vor allem ein ganzheitlicher
Ansatz wichtig, das heißt im Vordergrund der Vermarktung steht die Landschaft
als Einheit und nicht nur deren einzelne Aspekte.
Folge dieser Entwicklung ist in neuester Zeit der Beginn einer Diskussion um die Übertragung von Non-Profit-Marketing auf die Landschaft in Form von Landschaftsmarketingkonzepten, die gerade aufgrund ihres ganzheitlichen Ansatzes gegenüber den traditionellen Planungsmethoden von Ländern, Regionen und Kommunen bessere Erfolge erwarten lassen können.
Dieses Instrument kann gerade im Bereich der Vermarktung der
Landschaft unschätzbare Dienste leisten, da heutzutage der Aspekt Landschaft
vielerorts stark vernachlässigt wird – vor allem wenn eine Landschaft
keine „ins Auge fallenden Besonderheiten“ wie Meer, Berge, große
Seen aufweisen kann. Auch die Weiterentwicklung touristischer Infrastruktur,
die eigentlich zur Verbesserung der touristischen Vermarktung beitragen soll,
birgt die Gefahr der Zerstörung der historisch gewachsenen Kulturlandschaften,
des eigentlichen Potenzials einer Destination.
Hier kann Landschaftsmarketing dazu beitragen, Besuchern und Einheimischen das
Charakteristische jeder Landschaft bewusst zu machen. Aktuell spielt das Landschaftsmarketing
eine untergeordnete Rolle im Non- Profit- Marketing. Im Allgemeinen wird Landschaftsmarketing
als Bestandteil von Regional-, Stadt- oder Ortsmarketing verstanden und nicht
eigenständig betrieben.
Doch gerade in der heutigen Konkurrenzsituation im Tourismussektor ist es für eine Destination entscheidend, ein Alleinstellungsmerkmal (= unique selling proposition - USP) zu besitzen, das sie einzigartig macht. Denn praktisch jede Landschaft besitzt Alleinstellungspotenziale, die über ein Landschaftsmarketingkonzept Destinationen die dringend benötigte Positionierung ermöglichen. Landschaftsmarketing kommt so eine zunehmend bedeutendere Rolle als Baustein der nachhaltigen Regional- und Tourismusentwicklung zu.
Zielsetzung
Der Grund für die Erstellung eines Landschaftsmarketingkonzeptes ist die
Erkenntnis, dass Defizite beispielsweise in der touristischen Vermarktung der
Landschaft bestehen, dass der Erhalt einer historisch gewachsenen Kulturlandschaft
bedroht ist oder dass das Landschaftsbild durch bauliche oder sonstige Entwicklungen
dauerhaft verändert oder geschädigt wird und so der Wert der Landschaft
für den Tourismus, aber auch für die einheimische Bevölkerung,
sinkt.
Ist dieser Anfang gemacht, sollte hinter dem nächsten
Schritt die Absicht liegen, die bestehende Situation positiv zu verändern,
indem man ein Landschaftsmarketingkonzept entwickelt. Basis dieser Landschaftsmarketingkonzeption
ist es zunächst, eine erreichbare, landschafts- und tourismusspezifische
Zielsetzung zu erarbeiten. Diese langfristige Hauptzielsetzung muss, um zum
Erfolg zu führen, mehrere kurz- und mittelfristige Ziele haben.
Hierbei sind zwei Zielrichtungen erkennbar:
Ökonomische Ziele (Gewinnsteigerung durch Tourismus und
Tagestouristen):
• Umsatz erhöhen durch Einkünfte aus Tagestourismus und sonstigem
Tourismus
• Tourismusmarktanteil erhöhen
• Kauffrequenz steigern durch Ausweitung und Verbesserung der touristischen
Infrastruktur, der Angebotsstruktur sowie sonstiger Dienstleistungen
• Aktivität der Destination im Tourismussektor erhöhen, um den
Bekanntheitsgrad der Destination zu steigern
• Außen- und Innenimage der „Landschaft“ verbessern,
um sich auf dem touristischen Markt zu positionieren
Kommunikative Ziele, die nur mittelbar auf den Umsatz durch
Tourismus gerichtet sind:
• Aktualität für die Destination erzeugen durch bewussten Einsatz
von Aktionen und Events, die die Destination immer wieder ins Blickfeld potenzieller
Touristen rücken
• Destinationsbindung erhöhen, indem der einzigartige Erlebniswert
der Landschaft betont wird, um so Touristen und Besucher zum erneuten Besuch
zu animieren
• Positive Emotionen für die Destination auslösen, da durch
Emotionen starke
• Bindungen erzeugt werden können
• Konkurrenzdifferenzierung schaffen durch die Darstellung der Einzigartigkeit
der speziellen Landschaft, um damit eine unverwechselbare Positionierung zu
generieren
• Destinationsimage verbessern durch gezielte Förderung von Maßnahmen
im Bereich des Innen- und Außenimages
• Destinationsbekanntheit fördern durch aktiven Einsatz kommunikationspolitischer
Maßnahmen
• Nur Informationen über die Destination vermitteln, die durch Fakten
belegt sind, um keine unerfüllbaren Erwartungen zu wecken
Authentische Inhalte
Im Landschaftsmarketing ist es besonders wichtig, die Authentizität einer
Landschaft nach Außen und nach Innen zu vermitteln, da dies die Basis
einer dauerhaft erfolgreichen Vermarktung darstellt.
Nur durch die Vermittlung authentischer Landschaftsinhalte, die nur einer bestimmten
Landschaft bzw. einer bestimmten Landschaftsmarketinginitiative zuzuordnen sind,
kann eine langfristige Positionierung innerhalb des Tourismussektors erreicht
werden, um sich so von anderen Initiativen abzuheben und eine Akzeptanz innerhalb
der gewünschten Zielgruppe oder dem gewünschten Zielgruppenmix zu
schaffen.
Die „eins zu eins“- Übertragung von Inhalten anderer Initiativen auf die eigene sollte vermieden werden, um Austauschbarkeit und Uniformität zu vermeiden. Projekte anderer Initiativen können als Anregung für die Entdeckung eigener Landschaftsinhalte genutzt werden, um so eigene Maßnahmen zu entwickeln.
Gerade bei der Vermarktung von Landschaft spielt die Authentizität eine besonders große Rolle. Jede Landschaft hat bestimmte Besonderheiten (Alleinstellungsmerkmal/ USP), versteckt oder offensichtlich, die nur in diesem Gebiet vorkommen und durch geschickte strategische Darstellung die Basis einer Landschaftsmarketingkonzeption bilden. Durch diese Präsentation werden originäre Anziehungspunkte für die anvisierten Zielgruppen oder den anvisierten Zielgruppenmix gebildet.
Durch eine gezielte Schwerpunktsetzung innerhalb des Handlungskonzeptes und durch den gezielten Einsatz von Maßnahmen und Events kann die Präsentation dieser authentischen Landschaftsinhalte weiter verstärkt werden und dadurch sowohl im Bewusstsein der Besucher als auch in dem der Einheimischen verankert werden.
Konzeptionierung
Wie für jede Non- Profit- Marketinginitiative ist eine klare, gut strukturierte
Konzeptionierung die Grundlage des Erfolges eines Landschaftsmarketingkonzeptes.
Diese Konzeptionierung besteht aus mehreren wichtigen Aspekten, von denen einige
gesondert als eigenständiger Punkt aufgrund ihrer zentralen Bedeutung behandelt
werden:
Zielgruppenbestimmung
Nach einer eingehenden Analyse sollte eine spezifische Zielsetzung für
die Landschaft entwickelt werden, die so die Auswahl der Zielgruppe bzw. des
Zielgruppenmixes, deren Bedürfnisse die Landschaft erfüllt, bedingt.
Slogan, Logo
Slogan und Logo stellen einen Teil der Corporate Identity dar, die als Rückgrat
jeder Konzeption gilt. Ihnen kommt besondere Bedeutung zu, da sie durch ihre
Verwendung im Sinne von Corporate Communication und Design einen Wiedererkennungseffekt
bewirken sollen. Gerade im Bereich des Landschaftsmarketing haben sie eine große
Wichtigkeit, da durch sie eine Abgrenzung auf den ersten Blick zu anderen Landschaften
möglich ist.
Handlungskonzept
Das Handlungskonzept sollte auch innerhalb des Landschaftsmarketing in die drei
Teilbereiche allgemeine Handlungsansätze, Maßnahmenkatalog und konkrete
Projekte gegliedert werden.
Die allgemeinen Handlungsansätze dienen hierbei dazu, eine Grundausstattung
der benötigten touristischen Infrastruktur innerhalb des gesamten Gebietes
der Landschaft zu vervollständigen und zu einem einheitlichen Bild zusammenzufassen,
um so eine umfassende Basis für die weitere Entwicklung zu bieten.
Der Maßnahmenkatalog dagegen bestimmt detailliert die Entwicklungsrichtung
des Landschaftsmarketing, trägt mit Hilfe gebündelter Einzelmaßnahmen
zu einer Positionierung der Landschaft auf dem Tourismusmarkt bei und vermittelt
die authentischen Landschaftsinhalte des Gebietes.
Die Maßnahmen dieses Kataloges werden durch die „4 P’s“
strukturiert, um so eine durchdachte und koordinierte Umsetzung zu ermöglichen:
Product and Price (Produkt-, Leistungs-/ Angebotspolitik), Promotion (Kommunikationspolitik),
Place (Distributionspolitik).
Mit Hilfe dieser Strukturierung erfolgt eine zielgerichtete Auswahl und die
qualitative, quantitative sowie zeitliche Kombination dieser Instrumente zu
einem Maßnahmenbündel, dem sogenannten Maßnahmenmix.
Am Anfang der Umsetzung eines Handlungskonzeptes sowie einer späteren fortzuführenden
Spezialisierung und verstärkten Positionierung des Gebietes stehen konkrete
Einzelprojekte, die sowohl als zielführende Leitprojekte als auch als intensive
Entwicklungsimpulsprojekte fungieren. Diese sollten unterschiedliche Reichweiten
(räumlich), Konkretisierungsebenen (zeitlich) und Möglichkeiten der
finanziellen Machbarkeit (aufwändige oder weniger aufwändige Projekte)
aufweisen.
Organisation
Die organisatorische Verankerung und die Trägerschaft des Landschaftsmarketingkonzeptes
sollte frühzeitig festgelegt werden, um einen kontinuierlichen Übergang
von der Initiierungsphase in die Umsetzungsphase zu garantieren. Hierbei ist
zu beachten, dass eine entsprechende eigene Personalstruktur unabdingbar ist,
da auch Landschaftsmarketing den vollen Einsatz aller Beteiligter fordert. Ist
dies nicht der Fall, kommt es zu Problemen wie personeller Überlastung,
Abhängigkeit von anderen Organisationen etc..
Da im Bereich der Organisation eines Landschaftsmarketing zahlreiche Formen
möglich sind, sollte genau überlegt werden, welche dieser Formen für
die Umsetzung des Konzeptes geeignet ist und im Bereich des finanziell Machbaren
liegt.
Eine besonders günstige Organisationsform im Bereich des Non- Profit- Marketing,
somit also auch im Bereich des Landschaftsmarketing, stellt der eingetragene
Verein dar, da er eine Personenvereinigung zur Erreichung gemeinsamer Zwecke
ist. Er ist sehr flexibel und finanziell und personell relativ unabhängig
von anderen Gruppen und Organisationen. Ein weiterer positiver Aspekt des Vereines
ist es, eine große Anzahl verschiedenster Akteure, Institutionen und Gruppierungen
unterschiedlicher Herkunft unter einem Dach zu vereinen und sie auf eine partnerschaftliche
und gleichberechtigte Ebene zu stellen, so dass eine breite Basis für eine
erfolgreiche Zusammenarbeit geschaffen wird.
Finanzierung
Auch die Frage der Finanzierung sollte bereits während der Konzeptionierung
langfristig gesichert sein, um eine kontinuierliche Arbeit zu ermöglichen.
Die Art der Finanzierung ist größtenteils abhängig von der gewählten
Organisationsform, anderer möglicher Einnahmequellen (z.B. Verkauf eigener
Dienstleistungen oder eigener Produkte) sowie der Bereitschaft von Sponsoren.
Was bedeutet Landschaftsmarketing?
Landschaftsmarketing bedeutet die Positionierung und Profilierung von Landschaften,
ihrer authentischen Landschaftsinhalte sowie ihrer Funktionen auf dem touristischen
Markt, um so eine Landschaft inwert zu setzen. Dabei versteht man Marketing
zum Einen als Führungsfunktion und zum Anderen als konsequente Ausrichtung
aller Aktivitäten auf die gegenwärtigen und zukünftigen Erfordernisse
der „Kunden“, wobei eine Konzentration auf das Produkt „Landschaft“
stattfindet. Besonders wichtig ist hierbei Interdisziplinarität, horizontale
und vertikale Kooperation und die Integration des Marketingmix.
Dadurch soll eine nachhaltige Nutzung und damit auch Schutz und Erhalt von Landschaft
und Landschaftsbild, die Positionierung der Landschaft im touristischen Wettbewerb
sowie die Schaffung von Identifikation der Einwohner mit „ihrer“
Landschaft und der mit ihr verbundenen Produkte und Dienstleistungen zur Verbesserung
des Images ermöglicht werden, indem eine Umsetzung auf fundierter Basis
stattfindet.
Diese Landschaftsmarketingkonzeption beruht auf dem Einsatz der zentralen Elemente (Zielsetzung, authentische Inhalte, Konzeptionierung, Innen- und Außenmarketing, Corporate Identity, Tourismusmarketing, Rückkopplung/ Marktforschung, Kooperation) sowie dem Einsatz der Zusatzelemente (Landschaftsinterpretation, Landschaftsführer, LandArt u.s.w.).
Innen- und Außenmarketing / Image
Durch den Einsatz von Maßnahmen des Bereiches Innen- und Außenmarketing
wird eine langfristig erfolgreiche Positionierung der Landschaftsmarketinginitiative
im Bewusstsein der Bevölkerung sowie auf dem Tourismusmarkt angestrebt,
indem ein positives Image nach „Innen“ und „Außen“
vermittelt wird.
Um dies zu erreichen, müssen die Maßnahmen im Bereich des Innenmarketing zunächst den Bewohnern einer Landschaft die Potenziale und besonderen Landschaftsinhalte ins Bewusstsein rücken, um so ein positives Gefühl gegenüber der eigenen Destination zu schaffen. Hierdurch wird innerhalb einer Landschaft ein „Wir- Gefühl“ erzeugt, weil sich die Bewohner mit ihrer Landschaft identifizieren und sich mit ihr verbunden fühlen. Dies bewirkt wiederum erste Effekte auf das Außenimage.
Das Außenimage beruht somit auf dem „Nach- Außen- Tragen“ des so erzielten positiven Innenimages. Voraussetzung für den Erfolg ist, dass Innen- und Außenmarketing kontinuierlich und gemeinsam in enger Kooperation betrieben werden, da beide unabdingbar miteinander verknüpft sind, und das Ziel - die Verbesserung des Gesamtimages – so konstant im Blickfeld behalten wird.
Zahlreiche Maßnahmen können dieses Gesamtziel unterstützen, die sowohl dem Innen- als auch dem Außenmarketing zugeordnet werden können. Genannt werden können hier beispielsweise der Aufbau einer repräsentativen Internetseite der Landschaft mit Informationen für Bürger und Besucher, ein Veranstaltungskalender, Werbebroschüren oder Events inner- und außerhalb des Gebietes.
Tourismusmarketing
Dem Bereich des Tourismusmarketing kommt innerhalb des Handlungskonzeptes einer
Landschaftsmarketinginitiative höhere Bedeutung als bei den meisten anderen
Non- Profit- Marketinginitiativen zu, da die Etablierung innerhalb des Tourismussektors
das erklärte Ziel aller Landschaftsmarketinginitiativen ist.
Dabei ist kennzeichnend, dass nicht das Produkt – in
diesem Fall die Landschaft - , sondern der Kunde – also der Tourist/ Besucher
- die Distanz zwischen diesen beiden überwindet. Ein wichtiger Aspekt ist
ebenso die Definition der touristischen Zielgruppe bzw. des touristischen Zielgruppenmixes
zur gezielten Ausrichtung des Handlungskonzeptes.
Dabei stellt Tourismusmarketing eine systematische, konzeptionelle Methode bzw.
Denkrichtung und Führungstechnik von touristischen Unternehmen, Einzelpersonen
oder Organisationen dar, wobei die Marktorientierung zentraler Aspekt ist und
gesellschaftliche Werte berücksichtigt werden.
Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt im Tourismus- Marketing ist der ganzheitliche Ansatz. Es ist für eine erfolgreiche Umsetzung des Landschaftsmarketingkonzeptes absolut notwendig, dass möglichst alle relevanten Aspekte, die ein nicht- kommerzielles Marketing tangieren, mit in die Konzeptionierung einbezogen werden.
Corporate Design und Corporate Identity
Die Entwicklung und der konsequente Aufbau und Einsatz einer Corporate Identity
stellen einen bedeutenden Aspekt innerhalb der Konzeptionierung eines Landschaftsmarketing
dar. Sie trägt dazu bei, eine ganzheitliche Konzeption zu schaffen und
so die Beteiligung aller Akteure von Anfang des Entwicklungsprozess bis hin
zur Umsetzung zu ermöglichen. Die Corporate Identity fungiert also als
„Roter Faden“ oder auch als „Rückgrat“ eines Landschaftsmarketingkonzeptes.
Die drei Einzelkomponenten der Corporate Identity - Corporate Design, Corporate Behaviour und der Corporate Communication – sind eng miteinander verknüpft und tragen zu einer positiven Gesamtentwicklung des Raumes bei. Die Elemente Corporate Design (Logo) und Communication (Slogan, Vermittlung einer bestimmten Philosophie) nehmen eine besonders starke Position ein, denn durch die Verwendung eines Logos und Slogans wird der Wiedererkennungseffekt sowie das Image der Landschaftsmarketinginitiative transportiert.
Durch den konsequenten Einsatz kann es positive Emotionen beim Betrachter auslösen, zur Markenbildung und somit zur erfolgreichen Etablierung und Positionierung der Initiative beitragen. Auch durch die konsequente Verfolgung des Corporate Behaviour, dem einheitlichen Verhalten aller Akteure einer Landschaft, wird zu diesem Effekt beigetragen.
Rückkopplung / Marktforschung
Der Bereich der Marktforschung ist gerade auf dem noch jungen Gebiet des Landschaftsmarketing
von besonderer Bedeutung, um so auf die Entwicklungen des Tourismusmarktes sowie
die Bedürfnisse der anvisierten Zielgruppe bzw. dem Zielgruppenmix entsprechend
schnell und gezielt reagieren zu können. Auch kann hierdurch der Maßnahmenkatalog
immer wieder an aktuelle Ansprüche und Erfordernisse angepasst werden und
so zu einer weiteren zielgerichteten Entwicklung beitragen. Ohne diese „Rückkopplung“
kann ein langfristiger Erfolg des Landschaftsmarketing nicht ermöglicht
werden.
Bei der Marktforschung sollten die bekannten fünf Phasen
des Marktforschungsprozesses angewandt werden:
• Definition
Es erfolgt die Klärung des konkreten Marktforschungsbedarfs, d. h. die
Abgrenzung und die Festlegung des Bereiches der in diesem Falle notwendigen
Marktforschung (Bsp. Bekanntheitsgrad des Landschaftsmarketing, Image, Zielgruppen).
• Design
Aus der Analyse der weiteren Vorgehensweise durch Zerlegung in Einzelprobleme
und Feststellung, welche Informationen wie zu beschaffen sind, ergibt sich das
Design der Untersuchung (Bsp. Umfrage, statistische Datenanalyse, Datenerhebung
innerhalb der Landschaftsangebote).
• Datengewinnung
Umsetzung des Designs durch Primärforschung (Bsp. Befragung, Beobachtung)
und Sekundärforschung (Bsp. Verwendung bereits vorhandenen Materials).
• Datenanalyse
Hier erfolgt die Auswertung und Aufbereitung der so gewonnenen Daten.
• Dokumentation
In der letzten Phase werden die vorangegangenen Phasen und Ergebnisse festgehalten.
Die Präsentation der Ergebnisse und die Abgabe von Anwendungsempfehlungen zur weiteren Vorgehensweise stellen den letzten Schritt der Marktforschung dar. Nur wenn die Ergebnisse der Marktforschung auch in den Ablauf des Landschaftsmarketingkonzeptes integriert und umgesetzt werden, ist Marktforschung sinnvoll.
Kooperation
Wie auch bei allen anderen Non- Profit- Marketinginitiativen ist das Element
der Kooperation innerhalb einer Landschaftsmarketinginitiative von größter
Bedeutung. Vor allem ist wichtig, dass sowohl horizontaler wie vertikaler Kooperation
ein hoher Stellenwert beigemessen wird.
Hierbei bedeutet horizontale Kooperation die Zusammenarbeit vieler verschiedener gleichberechtigter Interessensgruppen – Natur- und Landschaftsschützer, Tourismusfachleute, Gastronomen, Bürgerinitiativen –, um so für eine Akzeptanz der Ergebnisse der Kooperation auf einer breiten Basis zu sorgen und somit das gemeinsam gesteckte Ziel des Landschaftsmarketing zu erreichen.
Die vertikale Kooperation meint das Zusammenwirken von öffentlicher Hand und privaten Akteuren, oft in Form einer Public- Private- Partnership (PPP).
Die Bedeutung dieser beiden Kooperationsarten nimmt in dem Maße zu, wie der Umfang der Zielsetzung, die Größe der angestrebten Zielgruppen und die Größe des Gebietes einer Non- Profit- Marketinginitiative. Daraus folgt, dass die Kooperation bei Landschaftsmarketinginitiativen besonders stark ausgeprägt sein muss, da diese meist ein großes Gebiet umfassen.
Landschaftsinterpretation (Heritage Interpretation)
Ein wichtiges Element des Landschaftsmarketing ist die Landschaftsinterpretation.
Das Instrument der Landschaftsinterpretation wird in Deutschland erst seit kurzem
benutzt, wogegen es im amerikanischem bzw. englischem Raum unter dem Begriff
Heritage Interpretation schon seit geraumer Zeit verwendet wird. Die wirtschaftliche
Lage in Deutschland sowie in anderen Ländern zwingt Regionen, Landschaften,
Städte etc. dazu, neue Möglichkeiten der Profilierung und Positionierung
auf dem Markt zu suchen. Das Instrument der Landschaftsinterpretation stellt
solch eine Möglichkeit dar.
Unter Landschaftsinterpretation wird eine Planungs- und Kommunikationsstrategie
verstanden, die auf der adäquaten Erfassung und sinnvollen Vermittlung
regionaltypischer Aspekte beruht. Durch diese Strategie sollen folgende Ziele
erreicht werden:
Profilierung der Region über ausgewählte Themen,
• Ressourcen und Potenziale gezielt in Wert setzen,
• Kooperation und Zusammenarbeit fördern,
• die Tourismusentwicklung lenken und nachhaltiger gestalten,
• attraktive und qualitativ hochwertige Angebote schaffen,
• Prioritäten festlegen,
• Doppelarbeit vermeiden.
Durch Landschaftsinterpretation sollen verborgene Bedeutungen
und Zusammenhänge jenseits des sinnlich Wahrnehmbaren für Urlauber
und Erholungssuchende deutlich werden, denn „Interpretation enthüllt,
was sich der unmittelbaren Wahrnehmung nicht erschließt“. Dabei
sollen jedoch nicht nur Fakten vermittelt werden; Interpretation will Verständnis
wecken und bei den Besuchern eine emotionale Beziehung zum Natur- und Kulturerbe
bzw. zu ihrem Urlaubsort anregen. Interpretation soll helfen, zwischen Landschaft
und Besucher eine tragfähige Brücke zu bauen, um dadurch eine engere
Beziehung zwischen Besucher und Natur- und Kulturerbe herzustellen.
Dafür notwendig ist eine klare Zielsetzung für das gesamte Projekt,
die nach „sachlichen als auch hierarchischen Gesichtspunkten sowie nach
Fern und Nah- bzw. Grob- und Feinzielen eine schlüssige Interpretationskonzeption
ermöglicht.“
Dabei muss sich Interpretation streng an den Bedürfnissen der Zielgruppen
orientieren. Daraus ergeben sich vielfältige Anforderungen für
die Auswahl der thematisierten Objekte und Sachverhalte,
• den Gesichtpunkt der Darstellung,
• die sprachliche Gestaltung,
• die Illustration und
• das grafische Gesamtkonzept.
Landschaftsinterpretation verwendet im Allgemeinen dieselben
Medien wie herkömmliche Lehr- und Erlebnispfade bzw. Ausstellungen und
Museen (interaktive Modelle, Multimedia, Broschüren, Erläuterungstafeln).
Es kommt jedoch bei der Verwendung dieser Medien „auf das Wie der Vermittlung
derjenigen Aspekte, die nicht unmittelbar wahrnehmbar sind, an!“
„Interpretation sucht aktiv nach Berührungspunkten, die Besuchern
einen persönlichen Bezug zur Landschaft und emotionalen Zugang zum Interpretationsobjekt
eröffnen. Dabei vermittelt die Interpretation ganz gezielt Zusammenhänge,
denn erst so können die Einzelheiten als Teil eines Gesamten verstanden
werden. Neben dem besseren Verständnis will die Landschaftsinterpretation
aber auch durch “Erlebnis” wirken und einen eigenen Erlebniswert
aufweisen: Interpretation soll vor allem auch Spaß machen.“
Dies bedeutet, dass die ausgewählten Themen in affektiver, kognitiver und
aktiver Hinsicht für den Besucher relevant sein müssen. Beispiele
für solche „authentischen“ Erlebnisse können sein:
• selber etwas entdecken (Steine, Fossilien, Wurzeln etc.); „eigene
Aktivitäten entfalten" (Steine klopfen, Fossilien/ Mineralien suchen)
• selber etwas herstellen (Gesteinsskulptur, Weidenhütte, Trockenmauer
etc.)
• etwas mit nach Hause nehmen (Fossil, Wurzeln, Zapfen etc.)
• etwas mit allen Sinnen wahr- und aufnehmen (Hören, Sehen, Riechen,
Schmecken, Tasten)
• hingehen, wo man normalerweise nicht hinkommt (Erlebnisräume mit
Atmosphäre: Keller, Höhlen, Dachböden, Ruinen, Dickicht etc.)
• Atmosphäre, Stimmungen, Bilder nutzen/ erzeugen (Nachtwanderung,
Landschaftstheater etc.)
„Die Mittel der Interpretation müssen also so gewählt werden, dass sie Neugier wecken, Bezüge herstellen und Neues enthüllen.“ Es sollen dabei die einzelnen Elemente auf spannende und unterhaltsame Art über Wechselwirkungen und Gedankenketten so zusammengesetzt werden, dass ein ganzheitliches Bild der Landschaft entsteht. Ziel ist es, dadurch dem Besucher den Wert der Landschaft bewusst zumachen. Angesprochen werden durch die Landschaftsinterpretation unterschiedlichste Personengruppen wie Urlauber mit dem Interesse "Land und Leute“ kennen zu lernen, Touristiker, Handwerksbetriebe, Kommunalpolitiker und örtliche Bevölkerung, Landwirte sowie Natur- und Denkmalschützer.
Landschaftsführer/ -begleiter
Da Landschaft zu den bevorzugten Orten der Freizeit zählt, kann man sagen,
dass sie zu den grundlegenden Voraussetzungen des Alltagslebens gehört.
„Ihre vielgestaltigen Erscheinungsformen werden dabei auf unterschiedliche
Weise erlebt.“
Landschaftstypen, Jahreszeiten und Witterungen sowie Landschaftsformationen
wirken sich auf die Psyche der Menschen aus. Dabei ist die Art des Erlebens
von Landschaft geprägt vom Verhältnis des Menschen zur Natur. Dies
heißt, dass jeder eine andere Auffassung zu Landschaftsbewusstsein, Landschaftsästhetik
und Landschaftserlebnis hat. Verschiedene Muster des Landschaftserlebens, wie
den Blick von einer Anhöhe über ein Tal, sind weit verbreitet und
werden von den meisten Menschen wahrgenommen. Zu dieser Art des Landschaftserlebens
werden also keine besonderen Kenntnisse benötigt.
Andere Aspekte des Landschaftserlebens dagegen basieren auf bestimmten Kenntnissen
oder benötigen Anleitung, um erkannt zu werden. Hier kommen nun die Bereiche
Landschaftsinterpretation und Landschaftsanimation (Landschaftsführung)
ins Blickfeld. Diese sind darauf ausgerichtet, die spezielle Landschaft - sowohl
die offensichtlichen als auch die verborgenen Aspekte - und deren Inhalte den
Besuchern auf eine Art und Weise nahe zu bringen, die nicht an „Lernen“
und „graue Theorie“ erinnert, sondern für „schöne
Erinnerungen“ und „Spaß durch Erleben“ sorgt.
Um Projekte zu entwickeln, die diese Voraussetzungen erfüllen,
ist es notwendig, die durch „nachhaltige Erfassung, Bewertung und Vermarktung
landschaftsgebundener und marketingfähiger, geotouristischer Erlebnispotenziale
für den Tourismus, das Freizeitwesen und für pädagogische Zwecke“,
die im Rahmen der Entwicklung eines Landschaftsmarketingkonzeptes evaluiert
wurden, genau zu kennen.
Während in der Landschaftsinterpretation vor allem mit aktiv erlebbaren
Elementen gearbeitet wird, bedient sich die Landschaftsanimation der Hilfe fundiert
ausgebildeter Landschaftsführer bzw. Landschaftserlebnisführer, die
durch ihren persönlichen Einsatz und ihr Wissen Landschaft, Inhalte und
Erleben dem Besucher nahe bringen.
„Natur- und Landschaftsführer kommen aus den unterschiedlichsten
Berufsfeldern. Sie sind sehr engagierte Persönlichkeiten mit Freude am
Umgang mit der Natur und den Mitmenschen,“ die sowohl auf ehrenamtlicher,
selbständiger Basis als auch auf Angestelltenbasis arbeiten. Seit einiger
Zeit gibt es unterschiedlich umfangreiche Ausbildungen und Seminare, um eine
fundierte Arbeitsgrundlage zu erhalten. Diese Ausbildungen wurden eingeführt,
damit Schwächen im Bereich der landschaftsbezogenen Führungsangebote
beseitigt und die Angebotsqualität innerhalb des Tourismus verbessert werden.
Die Hauptziele einer Landschaftsführerausbildung sind es, „Freude
an der Begegnung mit der Natur zu vermitteln, die Motivation am Lernen zu fördern
und ein Qualitätsprodukt für freizeittouristische bzw. pädagogisch
motivierte Kulturlandschaftsführungen zu schaffen sowie Qualitätssicherung
im Tourismus und Bewusstseinsbildung für den Wert der Landschaft zu betreiben.
Auch soll das Wissen vermittelt werden, Zusammenhänge der Natur spielerisch
zu verstehen, Landschaft erleben und Landschaft lesen können.“
Bei der Umsetzung dieser Ziele durch die Landschaftsführungen gilt der
Grundsatz „Erlebnisvermittlung anstatt Informationsvermittlung.“
Vor allem im Bereich von Nationalparken oder Biosphärenreservaten wird
diese Art der Exkursionsführer immer verstärkter eingesetzt, um den
Besuchern die Idee, die dahinter steht, näher zu bringen, über Natur
und Landschaft zu informieren und somit den Besuch zu einem Erlebnis zu machen.
Inzwischen hat sich im Bereich des Weinanbaus an der Mosel eine besondere Form
des Landschaftsführers herausgebildet, die nun auch durch Seminare oder
Ausbildung erlernt werden kann, der „WeinErlebnisBegleiter“. Hier
wird die Ausbildung in zwei Bereiche aufgeteilt. Der erste Teil umfasst Basiswissen
über den Natur- und Kulturraum, die Grundlagen der Önologie, die Weinbeurteilung,
die Grundlagen der Touristik, die "Weinkultur" sowie den Aufbau der
Gästeführung. Der zweite Bereich befasst sich mit vertiefendem Spezialwissen:
Rhetorik, Präsentationstechnik, Informationserwerb (Internet, Bücher)
sowie das Lernen im Selbststudium.
Die ausgebildeten Führer bieten eine Vielzahl an unterschiedlichen begleiteten
Touren durch die Region Mosel - Saar – Ruwer an – der Besucher kann
beispielsweise unter diesen Angeboten der „WeinErlebnisReisen“ wählen:
"Riesling auf Korallenbänken", "Römer und Wein im Dreiländereck",
"Der Scharzhofberg- Rebenstandort erster Klasse" oder "In der
Unterwelt der Weinberge".
Bei diesen verschiedenen Angeboten gibt es sowohl ganzjährige als auch
saisonale „WeinErlebnisReisen“ – beispielsweise spezielle
Touren zur Weinlese, zur Eisweinlese oder auch zur Blütezeit. Diese Art
der „ErlebnisBegleitung“ kann sehr individuell auf Landschaftsinhalte
angewendet werden, um diese so für den Besucher erlebbar zu machen.
LandArt
Um die Schönheit der Landschaft und des Landschaftsbildes wieder in das
Bewusstsein des Menschen zu rücken, werden neue Methoden benötigt,
um Aufmerksamkeit zu erregen. Eine dieser neuen Methoden ist „LandArt“.
Unter dem Begriff „LandArt“ versteht man im Allgemeinen eine „Stilrichtung
der modernen Kunst, die die Natur als künstlerisches Objekt betrachtet
und sie künstlerisch verändert [engl. land „Land” + art
„Kunst”].“
„LandArt ist aus der Konzeptkunst der 60er und 70er Jahre
hervorgegangen, der die Beschränkung auf die vorgegebenen Größen
wie Skulptur, Bauwerke oder Objekte nicht genügte. Der gesamte Landschaftskomplex,
die Umwelt als solche, wurde in den Schaffensprozess integriert und mitunter
selbst die Jahreszeiten als stiltragende Elemente miteinbezogen.
Ganze Landschaftsräume, die mit wenigen Elementen akzentuiert und verändert
werden, sind nun Gegenstand des Kunstwerks.
Hauptvertreter dieser Kunst sind J. Dibbets, Michael Heizer, R. Long, W. De
Maria und Robert Smithson. Ihr Einfluss reicht bis in die Gegenwart, Cristo
z.B. weist mit seinen verpackten Landschaften und Bauwerken starke Affinität
zur LandArt auf.“
„LandArt bietet die Möglichkeit einer aktiven Auseinandersetzung
mit Landschaft und Landschaftselementen. Der künstlerische Prozess und
die daran gekoppelte intensive Beschäftigung mit natürlichen Strukturen,
Formen, Farben und Materialien führt zu einer intensiven Wahrnehmung von
Natur.“
„Installationen in der Landschaft basieren immer auf einer Entdeckung
- der Entdeckung einer Besonderheit. Diese Besonderheiten sind nichts, was andere
Menschen nicht auch sehen könnten – zum Beispiel „einen Tümpel,
der wie mit grüner Auslegeware mit Entengrütze überzogen ist
oder das bizarre Wurzelwerk eines Baumes. Diese gefundenen Besonderheiten lösen
eine Idee aus.
Diese Idee ist gut, wenn die gefundene Besonderheit der Landschaft in mindestens
einem Aspekt aufgegriffen, verstärkt, zum Thema gemacht wird.“
Die Natur bietet für diese Installationen je nach Umgebung andere Ausgangsmaterialien
(z.B. Blätter, Steine, Stöcke), unterschiedliche Oberflächenbeschaffenheiten
und Formen (z.B. Moose, Flechten, bizarre Rinden), zu jeder Jahreszeit unterschiedliche
Farben, Wind oder Regen (z.B. als Gestaltungselement).
„Landart ist mit Worten nicht ganz zu beschreiben, es ist mehr als die
Summe der genannten Teile, weil es gleichzeitig alle unsere Sinne berührt.
Dieses „Mehr“ kann nur im Erleben erfahren werden. Ausgangspunkt
ist das kreative Potenzial, das in jedem steckt.“
„Landart ist also eine Kunst, bei der die Seele mitwachsen oder auch baumeln kann“. Es ist eine Kunst, die jeden Menschen - egal welchen Alters und Könnens - zum Mitmachen animieren kann und sich genau aus diesem Grunde als Ergänzung eines Landschaftsmarketing bestens eignet.
Welche Rolle spielt der Tourismus im Landschaftsmarketing?
Um den Stellenwert, den der Tourismus innerhalb eines Landschaftsmarketing einnimmt,
zu beschreiben, kann man folgende Aussage treffen: Landschaftsmarketing ohne
Tourismus kann nicht funktionieren, da Tourismus die einzige Möglichkeit
ist, Landschaft an sich inwert zu setzen und somit effektiv zu ihrem Erhalt
beizutragen.
Diese Inwertsetzung kommt sowohl dem Tourismus als auch der Landschaft an sich zugute und bildet so einen Wirtschaftskreislauf. Auf der einen Seite haben Tourismus und Tourismuswirtschaft großes Interesse daran, sich für eine intakte Landschaft einzusetzen und auch entsprechende Tourismusformen zu entwickeln, denn „der Verlust wertvoller Landschaften hätte für den Tourismus bedeutende negative wirtschaftliche Konsequenzen (z.B. Umsatzeinbußen, Arbeitsplatzverluste).“ Landschaft und Tourismus stehen also in unmittelbarem Zusammenhang und bedingen sich großteils gegenseitig. Dies wird beispielsweise dadurch belegt, dass Landschaft als einer der wichtigsten Faktoren bei der Reiseentscheidung gilt und somit einer der ausschlaggebenden Reisefaktoren ist. In den seltensten Fällen gibt es aber eine absolute Bevorzugung einer bestimmten Landschaft; durch Bemühungen – vor allem Maßnahmen im touristischen Bereich – kann jede Person auch für jede Urlaubsgegend gewonnen werden.
Tourismus stellt also den wichtigsten Wirtschaftsfaktor für eine Landschaft dar. Auf der einen Seite holt er Einnahmen in die Region, um die wirtschaftliche Lage in ländlichen Regionen zu verbessern. Durch die Reinvestition dieser Einnahmen in den Tourismus sowie in die Situation vor Ort (z.B. Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur) wird zusätzlich zur Verbesserung der Lebenssituation der Einwohner beigetragen und der Wirtschaftskreislauf am Leben gehalten.
Auf der anderen Seite stellt der Tourismus für eine Landschaft
die bedeutendste Möglichkeit dar, durch die Investitionen des Tourismus
einen entscheidenden Beitrag zu Förderung, Schutz, Erhalt und Pflege der
Landschaft und ihrer Besonderheiten zu leisten. Dadurch wird es möglich,
die Inwertsetzung der Landschaft und damit auch eine Verbesserung des Images
zu erreichen und eine bessere Positionierung auf dem touristischen Markt zu
erlangen. Diese positiv besetzte Positionierung wiederum führt zu höheren
Einnahmen im touristischen Bereich, die reinvestiert werden können. Der
Kreislauf wird geschlossen.
Aus dieser untrennbaren Verknüpfung von Tourismus und Landschaft, resultiert
die dominierende Rolle der touristischen Dienstleistungen und Angebote innerhalb
des Handlungskonzeptes einer Landschaftsmarketingkonzeption.
Vor allem der Bereich des naturnahen Tourismus, der einen besonders schonenden Umgang mit Natur und Landschaft sowie die Förderung der lokalen Kultur und Wirtschaft der Destination vorsieht, stellt ein wirtschaftliches Potenzial dar, dass als wichtiges Standbein des Inlandtourismus sowie des Landschaftsmarketing gilt. Dabei ist die Zielgruppe „Naturnahe Touristen“ von besonderer Bedeutung und bedarf besonderer Aufmerksamkeit aufgrund ihrer breit gefächerten Ansprüche, da sie kein homogenes Segment darstellt. Naturnahe Touristen haben den Wunsch gemein, Natur, Kultur und Landschaft der jeweiligen Destination zu erleben, wobei das Landschaftserleben eine wesentliche Facette des Tourismus darstellt. Ansonsten verbindet diese Gruppe keine besonderen Gemeinsamkeiten, da sich „Naturnahe Touristen“ in allen Altersklassen und allen finanziellen Einkommensschichten finden.
Ein wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit den Bereichen Tourismus
und Landschaft stellen die touristischen Straßen dar, die für diese
Diplomarbeit von besonderer Bedeutung sind.
Touristische Straßen ermöglichen es, mit Hilfe eines bestimmten Themas
eine Reihe von Orten oder Punkten miteinander zu verknüpfen, um diese besser
touristisch zu vermarkten. Dabei werden meist keine lineare Gebilde angestrebt,
sondern die meisten touristischen Straßen bestehen aus vielen Abzweigungen,
Alternativrouten, Rundkursen etc., um so die interessierten Gemeinden bzw. die
Attraktionen der touristischen Straße entsprechend integrieren zu können.
Hier kann wiederum belegt werden, dass ohne eine touristische Vermarktung der
gewinnbringende Erfolg einer touristischen Straße ausbleiben würde.
Denn ohne die überörtliche Zusammenarbeit der Fremdenverkehrsgemeinden
entlang einer touristischen Straße vor allem im Bereich der Angebotsgestaltung
und Werbung – besonders wichtigen Sparten des Tourismusmarketing –
wäre dies nicht möglich.
Ein weiterer positiver Effekt, der durch den Erfolg der touristischen Straßen entsteht, ist die Förderung des Image dieser Destinationen. Ebenso können diese dazu dienen, eine Region bekannter zu machen, Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen sowie zur Verbesserung der Infrastruktur und der allgemeinen Regionalentwicklung beizutragen.
Wer initiiert Landschaftsmarketing?
Die Initiierung eines Landschaftsmarketingprozesses stellt die erste und –
insgesamt gesehen – die wichtigste Phase der Umsetzung dar, der entsprechend
Rechnung getragen werden muss. Wird die Initiierung nicht sorgfältig geplant
und durchgeführt, kann es später zu zahlreichen Problemen wie beispielsweise
mangelnder Akzeptanz des ganzen Konzeptes führen. Deshalb ist es unabdingbar,
eine ausdrückliche Initiierungsphase einzuplanen.
Diese Initiierung sollte nicht rein „von oben“, sondern auf einer
partnerschaftlichen Ebene verwirklicht werden, um so die Akzeptanz von allen
Beteiligten zu erhalten. Eine Initiative der Landschaft selbst ist also entscheidend
für den Erfolg des Landschaftsmarketingkonzeptes, um eine ausreichende
Basis zu sichern. Weiterhin sollten die regionalen Akteure für das Projekt
motiviert und aktiviert werden, um die Weiterführung und die Erfolgsaussichten
zu verbessern.
Einen wichtigen Aspekt im Rahmen der Initiierung stellen die
Initiatoren des Landschaftsmarketing dar. Sie sollten sich aus Macht-, Fach-,
Prozess- und Beziehungspromotoren zusammensetzen. Promotoren sind Personen,
die einen Innovationsprozess aktiv und intensiv und mit besonderem Engagement
fördern.
Der Machtpromotor verfügt aufgrund formaler Autorität über legitimierte
Macht mit Sanktionsmöglichkeiten. Er ist unverzichtbar, da er mit Positionsmacht
versehen hinter dem Vorhaben steht und dafür sorgt, dass der Fachpromotor
arbeiten kann und bei Bedarf die erforderlichen Entscheidungen getroffen werden.
Der Fachpromotor verfügt über spezifisches Fach- und/ oder Methodenwissen
(Problemunterstützung, Konzeptrealisierung, Beurteilung von Vorschlägen).
In aller Regel ist auch er unverzichtbar, da er die konzeptionelle Arbeit leistet
und bei Bedarf die erforderlichen Entscheidungen anregt.
Der Prozesspromotor hat Organisationskenntnis (Kenntnis der Prozesse und Strukturen),
stellt die Verbindung zwischen Macht- und Fachpromotor und anderen Beteiligten
her und steuert den Innovationsprozess.
Der Beziehungspromotor verfügt über eine besondere Sozialkompetenz,
ein Netzwerk guter persönliche Beziehungen zu wichtigen Akteuren sowie
die Fähigkeit, neue Netzwerkbeziehungen zu knüpfen. Fachpromotoren,
die die Voraussetzungen als Prozess- oder Beziehungspromotor mitbringen, machen
unter Umständen besondere Promotoren, wie anerkannte oder bekannte Persönlichkeiten
aus der Region oder der Wissenschaft, für diese Funktion entbehrlich.
Unabdingbar für den Erfolg des Projektes ist die Gesamtheit der Partner
und die ausgewogene Zusammensetzung der Gruppe, um eine dauerhafte Umsetzung
zu ermöglichen, da dies nur möglich ist, wenn alle wichtigen Gruppen
einer Region vertreten sind und dem Konzept positiv gegenüber stehen.
Wer organisiert Landschaftsmarketing?
Zur Umsetzung des Landschaftsmarketing ist eine touristische Organisation notwendig,
die ein Landschaftsmarketing so durchführt, dass die Landschaft als „Produkt“
vermarktet werden kann.
Formen touristischer Organisationen gibt es viele, beispielsweise die Integration
in die Verwaltung einer Gemeinde oder einer Region, öffentlich-rechtliche
Organisationen oder rein privatrechtliche Organisationen (z.B. Verein, Aktiengesellschaft).
Für die Umsetzung eines Landschaftsmarketing ist die rein privatrechtliche
Organisationsform eines eingetragenen Vereines anzustreben.
Diese Organisationsform bietet beispielsweise folgende wichtige
Vorteile:
• Die gleichwertige Vertretung der Interessen sämtlicher Gruppen,
Personen und Institutionen, die an der Vermarktung beteiligt sind;
• Flexibilität in Bezug auf sich wandelnde Bedingungen und Ansprüche
durch kurze Entscheidungsprozesse;
• Die Einbindung der Bevölkerung und tourismusrelevanter Gruppen
in die Organisationsform mit entsprechendem Mitspracherecht und Wirkungsbereichen;
• Eine Organisation, die als Motor touristischer Entwicklungen und Aktivitäten
im Landschaftsmarketing fungiert und so die für den dauerhaften Erfolg
wichtigen Aspekte in sich vereint.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für
ein Landschaftsmarketing?
Eine generelle Aussage zu Fördermöglichkeiten eines Landschaftsmarketing
ist für Bund und Länder nicht möglich. Ob eine Landschaftsmarketinginitiative
förderfähig ist, hängt zuerst von jeder Initiative selbst und
der Lage ihrer Landschaft ab. Denn innerhalb jedes Bundeslandes gibt es jeweils
verschiedene Förderprogramme, die von dort ansässigen Initiativen
abgerufen werden können, wenn sie deren Voraussetzungen erfüllen.
Exemplarisch für das Bundesland Baden-Württemberg
können folgende Beispiele für Förderprogramme genannt werden:
Förderprogramm „Förderung öffentlicher Tourismusinfrastruktureinrichtungen“
Hier können, um die Wettbewerbsfähigkeit der Tourismusgemeinden zu
erweitern und zu sichern, bauliche Investitionen für die Errichtung und
die Modernisierung öffentlicher Tourismusinfrastruktureinrichtungen gefördert
werden. Insbesondere die ökologische Ausrichtung öffentlicher Tourismusinfrastruktureinrichtungen
soll gestärkt und die Entwicklung strukturschwacher Gebiete unterstützt
werden.
• „Tourismusförderprogramm“
Zur Förderung des Tourismus unterstützt das Land beispielsweise Vorhaben
im Bereich der Ferien- und Kurerholung sowie im Bereich Naherholung in ausgewiesenen
Naherholungsgebieten.
• „PLENUM – Regionale Partnerschaften für den Naturschutz“
PLENUM ist ein Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und
Umwelt in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung. Es strebt sanften Tourismus
als bedeutenden und konstanten Wirtschaftsfaktor einer Region an, will Umweltbildung
vermitteln und neue Strategien im Naturschutz entwickeln.
So werden in Zusammenarbeit mit Tourismus die Schönheiten
der Region ins rechte Licht gerückt, um so die Kultur- und Urlaubslandschaften
zu entwickeln und die Erwartungen der Gäste zu erfüllen.
Durch PLENUM können insbesondere Projekte der Landschaftsmarketingelemente
LandArt oder Landschaftsinterpretation gefördert werden.
Was bewirkt Landschaftsmarketing?
Die Entwicklung des Instrumentes „Landschaftsmarketing“ ist ein
Zeichen der Zeit.
Mit diesem Instrument können die vielfältigen Landschaften Deutschlands
für Touristen und Einheimische in Wert gesetzt, das Bewusstsein für
diese unverwechselbaren Landschaften geschärft und so zum Schutz, Erhalt
und Weiterentwicklung der Kulturlandschaften Deutschlands beigetragen werden,
damit die Landschaften auch für weitere Generationen erhalten bleiben und
etwas Besonderes darstellen.
Auch kann durch den Einsatz von Landschaftsmarketing Landschaft als Basis für eine Regionalentwicklung mit Tourismus fungieren, denn Landschaft bietet als „abgrenzbarer Bereich des Zusammenwirkens von Natur- und Kulturfaktoren vielfältige Profilierungspotenziale“. Durch die konsequente und erfolgreiche Umsetzung eines gut strukturierten und umfassenden Landschaftsmarketingkonzeptes wird zu einer Steigerung des Bekanntheitsgrades einer Landschaft sowie zur Schaffung einer Marke beigetragen, was zu einer aussichtsreichen Positionierung im Tourismussektor führt.
Welche Position wird Landschaftsmarketing in der Zukunft
einnehmen?
Es lässt sich sagen, dass Landschaftsmarketing in der Zukunft eine immer
größere Rolle im Tourismussektor spielen wird, denn „die Sehnsucht
nach Natur und intakter Umwelt in Freizeit und Urlaub nimmt in dem Maße
zu, in dem sie im Alltag eine Entfremdung von Natur empfinden oder ihnen die
Zerstörung von Natur bewusst wird.“ Auch ist Landschaft etwas, die
besonderen Schutzes bedarf, da sie weder produziert noch in ihren ursprünglichen
Zustand zurück versetzt werden kann.
Schon seit mehreren Jahren wird aufgrund durchgeführter Analysen von Reisemotiven
immer deutlicher, dass das Reisemotiv „Natur und Landschaft“ immer
wichtiger für den Tourismus wurde und weiterhin wird. Gerade das Vorfinden
einer intakten Landschaft sowie intakter Natur und Umwelt am Urlaubsort ist
besonders wichtig für die persönliche Urlaubszufriedenheit. Die Bewertung
der Wichtigkeit dieses Reisemotivs hat sich in den letzten Jahren auf 80% erhöht
wie auch die Bedeutung einer „reizvollen Landschaft“ als ausschlaggebender
Faktor für die Wahl eines Urlaubsziels weiter zunimmt.
Es lässt sich sagen, dass Landschaftsmarketing in der Zukunft eine immer größere Rolle im Tourismussektor spielen wird, denn „die Sehnsucht nach Natur und intakter Umwelt in Freizeit und Urlaub nimmt in dem Maße zu, in dem sie im Alltag eine Entfremdung von Natur empfinden oder ihnen die Zerstörung von Natur bewusst wird.“ Auch ist Landschaft etwas, die besonderen Schutzes bedarf, da sie weder produziert noch in ihren ursprünglichen Zustand zurück versetzt werden kann.
Schon seit mehreren Jahren wird aufgrund durchgeführter Analysen von Reisemotiven immer deutlicher, dass das Reisemotiv „Natur und Landschaft“ immer wichtiger für den Tourismus wurde und weiterhin wird. Gerade das Vorfinden einer intakten Landschaft sowie intakter Natur und Umwelt am Urlaubsort ist besonders wichtig für die persönliche Urlaubszufriedenheit. Die Bewertung der Wichtigkeit dieses Reisemotivs hat sich in den letzten Jahren auf 80% erhöht wie auch die Bedeutung einer „reizvollen Landschaft“ als ausschlaggebender Faktor für die Wahl eines Urlaubsziels weiter zunimmt.
Somit wird die Bedeutung von Landschaftsmarketing in Zukunft steigen und sich im Bereich der Non- Profit- Marketingarten als wichtiges Gebiet etablieren, weil Landschaft etwas ist, dass weder produziert noch in ihren ursprünglichen Zustand zurück versetzt werden kann.
Warum eine Diplomarbeit zum Thema "Landschaftsmarketing"?
Auf der Suche nach einem spannenden und interessanten Thema für unsere
Diplomarbeit im Bereich des Non-Profit-Marketing stießen wir auf das junge
und innovative Feld des Landschaftsmarketing. Hier fanden wir, was wir gesucht
hatten, ein Thema, das aktuell in der Diskussion steht, eine Herausforderung
bot und das nicht bereits in unzähligen Arbeiten aufbereitet wurde.
Aus diesem Grund entschieden wir uns für eine interdisziplinäre Diplomarbeit
mit dem Titel "Erarbeitung zentraler Elemente des Landschaftsmarketing
und Entwicklung eines Landschaftsmarketingkonzeptes am Beispiel Weinstraße
Kraichgau- Stromberg“ an der Technischen Universität Kaiserslautern
der Fachbereiche „Ökologische Planung und Umweltverträglichkeitsprüfung“
und „Landschafts- und Grünordnungsplanung“.
Aufgrund der Aktualität des Themas Landschaftsmarketing war der übliche
Weg der Recherche in Fachbüchern nicht möglich, da es hierzu praktisch
keine Literatur gibt. Deshalb wurde vom Begriff selbst ausgegangen und so kristallisierten
sich folgende zentrale Aspekte heraus, die als Grundlage der Diplomarbeit dienten:
Tourismus, Marketing/ Non- Profit- Marketing sowie Landschaft.
Aus den Ergebnissen dieser theoretischen Untersuchung wurde eine eigene Definition
und Grundlage für ein Landschaftsmarketing entwickelt.
Über den obenstehende Link Inhaltsübersicht gelangt man zur detaillierten
Gliederung unserer Diplomarbeit.
Durch die Übertragung auf die ausgewählte Beispiellandschaft „Weinstraße
Kraichgau- Stromberg“ wurde ein erster Ansatz eines Landschaftsmarketingkonzeptes
konkret entwickelt.
Die Weinstraße Kraichgau-Stromberg durchzieht eine solche
einzigartige Landschaft Deutschlands und muss dementsprechend gewürdigt
und durch ein Landschaftsmarketing inwert gesetzt werden. Diese Kulturlandschaft
ist vor allem geprägt durch ihre Vielfältigkeit, die sich durch eine
kleinteilige, malerische Siedlungsstruktur, Mischwald auf Nordhängen, Weinberge
an Südhängen, Grünland und ausgedehnte Streuobstwiesen in den
Tälern, Ackerbau in der Ebene und auf den weitgehend entwaldeten Hügeln
auszeichnet. Zusätzlich zu diesen landschaftlichen Strukturen herrscht
ein äußerst günstiges Klima vor.
Diese Bedingungen schaffen die ideale Voraussetzung für einen erfolgreichen
Tourismus in dieser Gegend.
Inhaltsübersicht
Einführung in die zentrale Fragestellung
Problemstellung
Zielsetzung
Vorgehensweise
Theoretische Grundlagen
Tourismus
Definition
Reiseentscheidung bzw. Angebot und Nachfrage
Zielgruppen bzw. Tourismustypen
Einzelaspekte des Tourismus
Fazit „Tourismus“
Marketing
Klassisches Marketing
Definition
Merkmale des Marketingkonzepts
Implementierung des Marketingkonzeptes
Handlungsfelder/ Handlungsprinzipien Marketing
Übertragbarkeit von klassischem Marketing auf Non- Profit- Organisationen
Strategien
Instrumente
Controlling
Organisation
Fazit „Klassisches Marketing“
Non- Profit- Marketing
Zielsetzung
Handlungsfelder/ Umsetzung
Grundlagen des Tourismus- Marketing
Abgrenzung der verschiedenen Marketingarten
Zentrale Elemente des Non- Profit- Marketing
Zielsetzung
Authentische Inhalte
Konzeptionierung
Innen- und Außenmarketing – Image
Corporate Identity
Tourismusmarketing
Rückkopplung/ Marktforschung
Kooperation
Fazit „Non- Profit- Marketing“
Landschaft
Definition „Landschaft“
Natur- und Kulturlandschaft
Gliederung der Landschaft/ Landschaftstypen
Landschaftsbild
Der Wert der Landschaft
Rolle der Landschaft im Tourismus
Weinlandschaft
Fazit „Landschaft“
Einführung eines neuen Ansatzes im Non- Profit- Marketing: Landschaftsmarketing
Bisherige Definition von Landschaftsmarketing
Aktuelle Beispiele für Landschaftsmarketing
Übertragung der zentralen Elemente des Non- Profit- Marketing auf die Vermarktung
von Landschaft
Rolle des Tourismus innerhalb des Landschaftsmarketing
Abschließende Definition des Landschaftsmarketing
Fazit „Landschaftsmarketing“
Praktische Anwendung des Landschaftsmarketing am Beispiel der
Weinstraße Kraichgau- Stromberg
Situations- und Bestandsanalyse der ausgewählten Landschaft
Allgemeine Rahmenbedingungen der Landschaft Kraichgau- Stromberg
Lage
Klima
Demographie und Sozioökonomie
Verkehrsinfrastruktur
Historie
Landschaft, Landschaftsbild
Touristische Eckdaten
Weinanbau – Rebsorten
Spezielle Rahmenbedingungen Weinstraße Kraichgau- Stromberg
Umfrage im Rahmen der Diplomarbeit
Stärken und Schwächen – Potenziale und Restriktionen
Imageanalyse Weinstraße Kraichgau- Stromberg
Ziele der Weinstraße Kraichgau- Stromberg
Aktivitäten im Bereich der Kommunikationspolitik
Angestrebter Entwicklungstrend der Region Kraichgau- Stromberg
Fazit „Zusammenfassung der Rahmenbedingungen für die Weinstraße
Kraichgau- Stromberg als Basis für die Konzeption“
Konzeption eines abgestimmten Landschaftsmarketing für die Weinstraße
Kraichgau- Stromberg
Anlass
Initiierungsphase
Zielsetzung
Corporate Identity
Organisationsform
Handlungskonzept
Empfehlungen zu Initiierung und Umsetzung
Gestaltung der Internetseite
Fazit „Landschaftsmarketingkonzept“
Endfazit – Ausblick
Kurzfassung
Handlungskonzept Landschaftsmarketing Weinstraße
Kraichgau-Stromberg
Innerhalb des Handlungskonzeptes wurden die im theoretischen Teil der Diplomarbeit
evaluierten Grundlagen sowie die Ergebnisse der Bestandsaufnahme der allgemeinen
und spezifischen Rahmenbedingungen der Landschaft sowie der Weinstraße
Kraichgau-Stromberg durch die Erarbeitung eines abgestimmten Landschaftsmarketing
für die Weinstraße Kraichgau-Stromberg übertragen und angewendet.
Dabei stellt – wie für jede andere Non-Profit-Marketinginitiative
auch - eine gut strukturierte Konzeptionierung die Grundlage des Erfolges des
Landschaftsmarketing für die Weinstraße Kraichgau-Stromberg dar.
Im folgenden wird das Handlungskonzept mit den Teilbereichen Allgemeine Handlungsansätze,
Maßnahmenkatalog und Initialprojekte für die Weinstraße Kraichgau-Stromberg
kurz dargestellt.
Allgemeine Handlungsansätze:
Die allgemeinen Handlungsansätze stellen einen Leitfaden dar, der für
die Weinstraße Kraichgau-Stromberg vor allem das Prinzip des Corporate
Behaviour verwirklicht. Anhand der Realisierung dieses Leitfadens wird ein einheitliches
Bild der gesamten Weinstraße mit all ihren Gemeinden und landschaftlichen
Strukturen generiert.
Im Folgenden werden verschiedene allgemeine Handlungsansätze konkret genannt,
die notwendig sind, um eine umfassende Basis für die weitere touristische
und wirtschaftliche Entwicklung der Weinstraße Kraichgau-Stromberg zu
schaffen und jeweils ein Beispiel - als Auszug aus der Diplomarbeit - für
die Umsetzung gegeben:
• Vervollständigung der Grundausstattung der benötigten touristischen
Infrastruktur innerhalb des gesamten Gebietes der Weinstraße Kraichgau-
Stromberg (z.B. Infotafeln im Ortszentrum oder an prägnanten Plätzen
in größeren Gemeinden zur Weinstraße direkt mit Übersichtsplan
und Standortmarkierung, mit Hinweisen zu den nächstgelegenen landschaftlichen
und kulturellen Sehenswürdigkeiten sowie zu Wein, Weinverkauf, Winzern
und Weinerlebnisangeboten)
• Service (z.B. Ausbildung und Einsatz von Landschaftsführern, besonders
von Weinerlebnisbegleitern)
• Marketing (z.B. Herausstellung des Alleinstellungsmerkmals „längste
Weinstraße Deutschlands“ durch Marketingmaßnahmen, Aktionen
und Projekte, so dass im Bewusstsein der Besucher sich die Assoziation „Weinstraße
Kraichgau- Stromberg = längste Weinstraße Deutschlands“ verankert)
• Landschaft und authentische Inhalte (z.B. Wiedereinführung bzw.
Erhalt und Pflege historischer Elemente im Weinbau)
• Aktionen und Aktionswochen (z.B. Geführte „Wein- oder Landschaftserlebnisreisen“
durch ausgebildete Wein- und Landschaftserlebnisführer für Gruppen)
Maßnahmenkatalog:
Im Maßnahmenkatalog werden die vorher entwickelten allgemeinen Handlungsansätze
konkretisiert, wobei eine Angebotsausrichtung auf den Zielgruppenmix Natur-
und Landschaftstourist vorgenommen wird.
Die einzelnen Maßnahmen und Maßnahmenbündel werden anhand von
Themenschwerpunkten, die sich aus Potenzial- und Stärkenanalyse ergaben,
gegliedert, die wiederum in die verschiedenen Politikbereiche - Produkt-, Leistungs-/
Angebotspolitik (Product and Price - Schaffung eines marktfähigen Produktes),
Kommunikationspolitik (Promotion - Verkaufsförderung, Werbung, Public Relations)
und Distributionspolitik (Place - Platzierung von Initialprojekten in der Öffentlichkeit)
aufgeteilt werden.
Zu den folgenden Themenschwerpunkten des Maßnahmenkataloges wird jeweils
eines der Beispiele aus der Diplomarbeit genannt:
Landschaft erleben durch Landschaft
Landschaft erleben durch Wein
Landschaft erleben durch Historie
Landschaft erleben durch Genießen und Wohlfühlen
Projektübergreifend
Wichtig bei der Umsetzung dieser Angebote sind die folgenden Faktoren, um die unterschiedlichen Ansprüche des Zielgruppenmixes zu erfüllen: glaubwürdige Anbieter und verständliche Angebote, ausreichende Marketingmittel mit geeigneter Vermarktungsstruktur, Qualitätsgarantien, Kommunikation, Kompetenz und Kontinuität.
Initialprojekte stellen eine Auswahl aus möglichen
distributionspolitischen Maßnahmen (Place) dar. Zu jedem Themenschwerpunkt
skizzieren wir nachfolgend jeweils ein Initialprojekt zu den Themenschwerpunkten
- „Landschaft erleben durch Wein“, „Landschaft erleben durch
Landschaft“, „Landschaft erleben durch Historie“, „Landschaft
erleben durch Genießen und Wohlfühlen“ sowie „Projektübergreifend“.
Initialprojekte:
Initialprojekt in diesem Bereich ist ein LandArt-Wettbewerb. Dieser soll in
Verbindung mit der neu einzuführenden Aktionswoche LandArt stehen.
Der Wettbewerb wird in zwei Bereiche gegliedert. Zum einen gibt es einen Ideenwettbewerb,
der außergewöhnliche Ideen für LandArt- Stationen zum Thema
„Wein- Landschaft- Kunst“ entlang eines Wanderweges oder Weinerlebnispfades
bringen soll. Eine weitere Möglichkeit, diesen Ideenwettbewerb anzugehen,
besteht darin, eine Reihe von speziellen Orten vorzugeben an denen solche LandArt-
Projekte verwirklicht werden sollen.
Zum Anderen wird ein Bauwettbewerb durchgeführt, bei dem diese ausgewählten
Ideen in die Realität umgesetzt werden sollen. Teilnehmen können an
diesen Wettbewerben alle, die Interesse an solchen Projekten haben, egal ob
Profi oder Amateur, Einzelperson oder Gruppe.
Ein Team aus LandArt- und Tourismus-Experten wählt dann die Gewinner der
beiden Wettbewerbe aus, die „weinstraßentypische“ Preise erhalten.
Eine weitere Idee innerhalb dieses Projektes, um immer wieder neue Impulse für
die touristische Entwicklung zu geben, ist die Verwirklichung von „vergänglicher
Kunst“. Es werden LandArt-Projekte realisiert, deren Bestimmung es ist,
sich im Lauf der Jahreszeiten zu verändern und allmählich wieder mit
der Landschaft zu verschmelzen.
Das Rabattsystem „Weintraube“ ist eine Art Sammelsystem,
das jedem Besucher der Weinstraße Kraichgau- Stromberg an seinem ersten
Anlaufpunkt ausgehändigt werden soll.
Mit diesem Sammelpass können die Besucher Bonuspunkte in Form von „Weintrauben“-
Aufklebern oder Stempeln sammeln. Gesammelt werden können diese „Weintrauben“
bei verschiedenen Aktionen, Aktivitäten (z.B. Besuch von Museen, Weinlehrpfaden)
und bei den teilnehmenden Partnern (z.B. Hotels, Restaurants, Besenwirtschaften,
Winzerhöfe).
Wenn alle Punkte gesammelt sind oder auch am Ende des Aufenthaltes an der Weinstraße Kraichgau- Stromberg, der längsten Weinstraße Deutschlands, können diese Punkte an einer Tourist- Information eingelöst werden. Je nach Anzahl der gesammelten Punkte erhält der Gast dann ein Präsent, das in enger Verbindung mit der Weinstraße Kraichgau- Stromberg steht und immer mit dem Logo versehen ist. Diese Präsente werden von teilnehmenden Partnern, aber auch durch die „Werbegemeinschaft Weinstraße Kraichgau- Stromberg“ zur Verfügung gestellt. Dabei kann aus unterschiedlichen Prämien gewählt werden, so dass für jedes Alter etwas dabei ist.
Initialprojekt in diesem Bereich ist das Pauschalangebot „Erlebnisburgenwochenende“.
Es gibt verschiedene Burgen an der Weinstraße Kraichgau-Stromberg, die
restauriert und als Hotel oder Restaurants genutzt werden.
Solche Burgen könnten zur Verwirklichung des folgenden Pauschalangebotes
„Erlebnisburgenwochenende“ genutzt werden, das folgendermaßen
aufgebaut ist:
• Zwei Übernachtungen mit Halbpension in der Burg
selbst oder in einem nahegelegenem (Burg-) Hotel
• Mehrgang-Dinner mit regionaltypischen Speisen und insbesondere regionaltypischen
Weinen der Weinstraße Kraichgau- Stromberg
• Mittelalteressen in historischen Gewändern mit Minnesänger
und Geschichtenerzähler
• „Sternen- und Landschaftgucken“ vom Turm der Burg aus bei
entsprechendem Wetter, um die Landschaft bei Mondschein beobachten zu können
und ihre Wirkung und Andersartigkeit bei Nacht zu erleben
• Vorschläge zu möglichen Aktivitäten und Besichtigungen
Das Angebot stellt eine Kombination aus vorgewählten Aktionen und freien Zeiträumen dar und soll die Weinstraße Kraichgau- Stromberg durch die Historie ihrer Landschaft erlebbar machen, da gerade in früheren Zeiten die Burgen die beherrschenden Objekte in der Landschaft waren. Von ihr aus konnte man weit über die Landschaft blicken und sie in ihrer Gesamtheit erfahren. Diese Möglichkeit soll nun den Besuchern der Weinstraße Kraichgau- Stromberg auch offeriert werden.
Im Bereich „Landschaft erleben durch Genießen und Wohlfühlen“ gibt es das Initialprojekt „Futter dich durch den Weinberg- Tour“.
Bei dieser Tour handelt es sich um ein Pauschalangebot, das
entweder für ein, drei oder fünf Tage gebucht werden kann. Diese durch
einen professionellen Erlebnisbegleiter geführte Tour lenkt die interessierten
Wanderer durch die schöne Landschaft des Kraichgau- Stromberg und macht
ihnen die landschaftlichen Besonderheiten, die authentischen Inhalte dieser
Landschaft bewusst. Dabei stellt der Begleiter diese Tour in Absprache mit der
Werbegemeinschaft zusammen, so dass Schwierigkeitsgrad, Dauer, aber auch Art
der Verpflegung an die jeweiligen Teilnehmer (z.B. Familien mit Kindern, Senioren)
angepasst werden können.
Das Gepäck der Urlauber wird vom jeweiligen Ausgangpunkt an den Tagesendpunkt
transportiert, so dass die Gäste unbeschwert ihre Wanderung genießen
können.
Während dieser Tour werden „Futter-Angebote“ wie beispielsweise Imbiss in einer Besenwirtschaft, morgendlicher „Weinbergs- Imbiss“, Mittagessen am Panoramawanderweg, Wein- und Traubensaftprobe mit leichtem Imbiss und ein Mehrgänge-Menü, das unter einem bestimmten Motto, passend zur Jahreszeit steht, wobei den Gästen gezeigt wird, auf welch vielfältige Art und Weise Wein und Weintrauben beim Kochen Verwendung finden können.
Während der ganzen Wanderung ist ein Erlebnisbegleiter dafür zuständig, seine Gäste auf die landschaftlichen Besonderheiten, Schönheiten, Aussichtspunkte etc. aufmerksam zu machen, interessante und amüsante Begebenheiten, Anekdoten oder Erläuterungen zu erzählen, aber beispielsweise auch den Gästen zu zeigen, wie schwierig die Arbeit der Winzer in einem Weinberg sein kann. Auch sollte die Wanderung an einer LandArt- Station, einer Station eines Landschafts- und Weinerlebnispfades oder eines Wein- oder Landschaftslehrpfades vorbeigeführt werden, so dass der Begleiter den Wanderern noch weitere Angebote, Aktionen und Attraktionen der Weinstraße Kraichgau- Stromberg bewusst machen kann.
Ein weiteres Initialprojekt ist ein projektübergreifender
Fotowettbewerb, der jährlich stattfindet. Dabei steht er jedes Mal unter
einem neuen Motto, das sich anhand der Themenschwerpunkte des Handlungskonzeptes
ergibt.
Den Gästen wird durch den Gastgeber am Anreisetag eine Info-Broschüre
übergeben, um sie über diesen Wettbewerb zu informieren.
Der Ablauf des Fotowettbewerbes stellt sich wie folgt dar: Die Dauer des Wettbewerbes beträgt jeweils ein Kalenderjahr und am Ende des Jahres werden aus den zugeschickten Fotos jeweils die besten Drei ausgewählt. Diese drei Gewinner erhalten ein gesponsertes landschaftsbezogenes Geschenk und die Siegerfotos werden in Broschüren, im Internet oder der regionalen Zeitung veröffentlicht. Auch können die schönsten Fotos in einer Ausstellung gezeigt werden. Erweitert könnte der Wettbewerb werden, wenn zu dem jeweiligen Foto eine Anekdote erzählt werden soll.
Dieser Fotowettbewerb hat zum Ziel, eine Bindung des Gastes zur Landschaft der Weinstraße Kraichgau- Stromberg herzustellen. Es wird das Interesse der Besucher geweckt, mit bewusstem Blick durch die Landschaft zu gehen, um landschaftliche Besonderheiten und schöne Blickwinkel zu entdecken, an denen der Besucher vielleicht sonst einfach vorbei gehen würden.